Wie wirkt sich CBD auf das Gehirn aus?

Wie wirkt sich CBD auf das Gehirn aus

Die Entdeckung und Erforschung der Wirkstoffe CBD und THC haben Forschern geholfen, das Gehirn besser zu verstehen. Denn mit diesen beiden Moleküle wurde auch unser Endocannabinoid-System entdeckt. Dieses System ist an der Interaktion der verschiedenen Cannabinoide beteiligt.

Nach dem Konsum von CBD wandert es im Körper umher, bis es die Endocannabinoid-Rezeptoren erreicht. Über diese Rezeptoren kann es zu den Neuronen und ihren Neurotransmittern gelangen. Wissenschaftler haben erkannt, dass die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems im ganzen Körper vorhanden sind. Sobald Cannabidiol das Gehirn erreicht, kommuniziert es also auch mit dem Zentralnervensystem und dem Rest des Körpers. CBD gelangt zu den Synapsen im Hirn und bewirkt eine neuronale Verbindung, wodurch die therapeutische Wirkung der CBD-Moleküle ausgelöst wird.

1. Was ist CBD und wie wirkt es auf das Gehirn?

Das Endocannabinoidsystem (ECS) hat eine regulierende Funktion und beeinflusst Stoffwechsel und Zellkommunikation. Dadurch hilft es dem Körper, ein Gleichgewicht (Homöostase) aufrechtzuerhalten. Eine zunehmende Anzahl von Forschungen legt nahe, dass das ECS auch den Verlust von Nervenzellen (Neurodegeneration) regulieren kann. Da Neurodegeneration ein häufiges Merkmal von Demenz ist, haben sich Forscher gefragt, ob Cannabinoide wie CBD bei der Behandlung der Auswirkungen dieser Krankheiten von Vorteil sein können.

2. Wie kann CBD bei der Behandlung von Erkrankungen helfen, die das Gehirn betreffen?

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass CBD das Gehirn auf mehrere Arten schützen kann.

Reduktion von oxidativen Zellschäden

Die antioxidativen Eigenschaften von CBD können Alzheimer-Patienten und Patienten mit anderen Arten von Demenz zugutekommen, da sie oxidativen Stress mildern können. Dies wurde in einer Studie getestet, in der festgestellt wurde, dass CBD auch Entzündung des Nervengewebes unterdrückt.

Entzündungshemmende Wirkung

Das Cannabidiol (CBD) beeinflusst direkt das Endocannabinoidsystem und spielt dabei eine Schlüsselrolle bei der Freisetzung von Botenstoffen. Diese Botenstoffe wiederum beeinflussen verschiedene biologische Prozesse, einschließlich der Entzündungsreaktion des Körpers.

Laut einer im British Journal of Clinical Pharmacology veröffentlichten Übersicht ist CBD aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung eine interessante Möglichkeit bei der Behandlung von Entzündungsprozessen im Gehirn.

Förderung des Wachstums von Gehirnzellen (Neurogenese)

Wissenschaftler untersuchen derzeit, inwieweit bestimmte Behandlungen das Fortschreiten von Demenz verlangsamen oder sogar umkehren können. Demenz ist gekennzeichnet durch den Abbau von Nervenzellen im Gehirn. Das Gehirn ist nicht in der Lage, jene Zellen, die vorzeitig sterben, ohne weiteres zu ersetzen.

Neurogenese ist der Prozess, durch den neue Nervenzellen im Gehirn gebildet werden. Die Erzeugung dieser Gehirnzellen ist besonders während der Embryonalentwicklung wichtig, setzt sich jedoch in bestimmten Teilen des Gehirns während des gesamten Lebens fort.

Studien unterstützen die Verwendung von CBD zur Anregung des Wachstums von Gehirnzellen. Diese Eigenschaft ist vor allem im Hippocampus von großer Bedeutung - dem Teil des Gehirns, der eine wichtige Rolle beim Lernen und Gedächtnis spielt. [1]

3. Fazit – ist CBD eine gute Wahl für Menschen mit Gehirnerkrankungen?

Abschließend lässt sich sagen, dass CBD eine gute Wahl für Menschen mit Gehirnerkrankungen sein kann. Es gibt jedoch auch einige Risiken und Nebenwirkungen, die berücksichtigt werden sollten. Wenn Sie sich für die Einnahme von CBD entscheiden, sollten Sie zunächst mit Ihrem Arzt oder Therapeuten sprechen, um sicherzustellen, dass es tatsächlich für Sie geeignet ist.

Quellen:

[1] Edocannabinioid-System
https://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-e/endocannabinoid-system/

Bildnachweis: depositphotos.com © IgorVetushko